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Malariaprophylaxe

22.03.2008, 03:56:36 - [Medizin] - Lukas Brausch
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» Malaria– In unseren Breitengraden liest sich dieses Wort wie ein weit entferntes Übel vor dem wir uns nicht zu fürchten brauchen. Dennoch sehen sich insbesondere Fernreisende in tropische Gefilde mehr und mehr mit der Frage konfrontiert, ob es sinnvoll ist eine Chemoprophylaxe gegen Malaria zu nehmen oder nicht. Der folgende Artikel soll diesbezüglich einen groben Überblick bieten.

Zwar gibt es nach wie vor keinen Impfstoff gegen die Tropenkrankheit, die die Menschheit bereits seit dem Königreich des alten Ägyptens nachweislich immer wieder epidemisch heimsucht, doch gilt sie in Europa, Nordamerika und Nordasien mittlerweile als gänzlich ausgerottet. Obwohl in den letzten Monate rasante » Fortschritte diesbezüglich vermeldet wurden, ist es für Tropenreisende in den meisten Fällen nach wie vor empfehlenswert über vorbeugende Maßnahmen nachzudenken.
Doch welche konkreten Möglichkeiten gibt es?

Vor der medizinischen Prophylaxe steht stets der Schutz vor Moskitostichen, da Malaria lediglich durch einen Stich einer weiblichen » Anopheles-Mücke übertragen werden kann. Folgende Verhaltensweisen können hierbei das Risiko eines Stichs eindämmen:
Anopheles-Mücken sind nachtaktiv. Nach Sonnenuntergang ist es also empfehlenswert in geschlossenen Räumen zu bleiben. Hier kann durch die Benutzung von (eventuell chemisch behandelten) » Moskitonetzen und Fliegengittern vorgebeugt werden. Wenn ein Aufenthalt im Freien nicht vermeidbar ist, sollte darauf geachtet werden helle Kleidung zu tragen, die den Körper möglichst weitestgehend bedeckt. Unbedeckte Hautstellen sollten durch ein Mittel geschützt werden, welches vor Mückenstichen schützt.

Chemische Prophylaxe
Trotz aller Vorsicht kann es durchaus passieren, dass Malaria übertragen wird. Um diesem Risiko vorzubeugen gibt es eine Reihe von Medikamenten. Unbedingt zu beachten ist hierbei, dass diese Medikamente vor allem für kürzere Aufenthalte in Risikogebieten (unter 3 Monaten) geeignet sind und auf Dauer, aufgrund ihrer chemischen Intensität, zu bleibenden Leberschäden und anderen Nebenwirkungen führen können. Zudem muss auch darauf hingewiesen werden, dass in einigen Gebieten durch unsachgemäßen Gebrauch Resistenzen entstanden sind, was die Vorbeugung wirkungslos machen kann.
Bekannte Medikamente sind zum Beispiel » Atovaquon-Proguanil (Malarone) und » Mefloquin ( Lariam).
Bereits seit 1970 gibt es das Medikament Mefloquin. Lange Zeit galt es als Standardmedikament gegen Malaria, doch waren bereits von Anfang an auch starke Nebenwirkungen bekannt.
Besonders Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Schlafstörungen, Schwindel, Koordinations - und Gleichgewichtsstörungen, Verwirrtheit, Angstzustände, Depressionen, Psychosen, Halluzinationen, und (Muskel-)Krämpfe werden immer wieder erwähnt. Da dieses Medikament von der US-Army entwickelt und eingesetzt wird, berichteten immer wieder Soldaten, die in Malariagebieten stationiert waren, von solchen Effekten.
Atovaquon-Proguanil gilt bei den meisten Menschen hingegen als verträglicher, was sich natürlich auch im Preis widerspiegelt. Im Gegensatz zu Mefloquin wirken hier die Stoffe Atovaquon und Proguanil.Proguanil verhindert die Vermehrung des Parasiten im menschlichen Körper, wohingegen Atovaquon bestimmte Stoffwechselvorgänge in den Erregern verlangsamt. In Europa ist das Medikament bisher nur für eine maximale Einnahmedauer von 28 Tagen erlaubt.

Vor einer Reise in ein Risikogebiet ist es immer zu empfehlen ein Tropeninstitut zu besuchen und sich von ausgebildeten Tropenmedizinern beraten zu lassen. Besonders im Hinblick auf individuelle Unterschiede bei der Verträglichkeit der Prophylaxen können allgemeine Hinweise eine eingehende Beurteilung nicht ersetzen.

Autor: Lukas Brausch
Quellen: Wikipedia.de
Reisemedizin.de


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