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Tauchen im Einklang mit der Natur – Ein Ding der Unmöglichkeit?

02.03.2007, 15:29:08 - [Umwelt] - Lukas Brausch
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Seit einigen Jahren erfreut sich das » Sporttauchen in Europa wachsender Beliebtheit und könnte gar schon als neuer Trendsport bezeichnet werden, wozu sicherlich auch die in letzter Zeit zahlreichen neu entstandenen Vereine beigetragen haben.
Diese schossen Anfang der neunziger Jahre wie Pilze aus dem Boden und fast jeder hat heute schon mal etwas von diesen dubiosen Menschen gehört oder gelesen, die sich in ihrer Freizeit in enge Neoprenanzüge quetschen und anschließend mehrere Meter unter der Wasseroberfläche gepresste Luft atmen, nur um einige Meeresbewohner aus der Nähe begutachten zu können.
Nicht zuletzt aufgrund der zahlreichen publizierten Berichte über überlaufene Tauchplätze, zerstörte Riffe und verschmutzte ökologische Systeme muss es für jeden Taucher jedoch oberste Prämisse sein im Einklang mit der Natur statt nur wild drauflos zu tauchen.

Zunächst einmal sei darauf hingewiesen, dass es bereits essentieller Bestandteil der » CMAS Tauchausbildung ist, den Tauchanfänger im Sinne einer umweltgerechten und vorausschauenden Tauchweise auszubilden.
Dass deren Grundlagen Basis der theoretischen Prüfung für den CMAS Grundtauchschein sind, muss jedoch nicht bedeuten, dass diese später im Alltag auch strikt eingehalten werden.
Doch jedem Taucher sollte von Anfang an bewusst sein, dass aufgewirbelte Sedimente, abgeknickte Pflanzen oder abgebrochene Riffäste nicht nur ein kurzes Ärgernis für die eigene Sicht unter Wasser, sondern weitreichende und langfristige Folgen für das gesamte ökologische System mit sich bringen.
Besonders Pflanzen und Tieren in weitestgehend stehenden Gewässern macht es sehr zu schaffen, wenn ihre Heimat plötzlich von einigen seltsam anmutenden Wesen mit Sauerstoffflaschen überrannt wird und danach nur noch braunes Wasser und eine zerstörte Umgebung zu bewundern sind.
Da besonders Anfänger bei einem Tauchgang mehr mit sich selbst, denn mit der Umgebung zu kämpfen haben, kann man es jenen in den meisten Fällen schlecht verübeln, wenn aufgrund unzureichender » Tarierung oder zu hektischen Bewegungen die Umwelt in Mitleidenschaft gezogen wird.
Nur schwer nachzuvollziehen ist hingegen, dass auch erfahrene Taucher oft ein sehr schlechtes Vorbild abgeben, wenn es darum geht dem jeweiligen » Buddy zu verdeutlichen, wie im Einklang mit der Natur getaucht werden kann.
Vor allem sind hier schöne Muscheln, antike Gegenstände aus Wracks oder interessant geformte Steine beliebte Objekte, die recht schnell der Bereicherung der persönlichen Sammlung dienen.
Diese Begleiterscheinungen des Tauchtourismus haben unter anderen in den letzten Jahren auch dazu geführt, dass bestimmte Gebiete für Sporttaucher verboten und somit unzugänglich gemacht wurden, was einige Zeitgenossen aber dennoch nicht davon abhält in diesen Territorien weiter das Wasser zu erkunden.

Tauchen kann das schönste Hobby auf diesem Planeten sein, wenn die Tiere und Pflanzen, die von so vielen Menschen bewundert werden, auch in ihrer natürlichen Umgebung und vor allem in Ruhe gelassen werden.
Auf Dauer kann es für Mensch und Tier nur von Nachteil sein, wenn schöne Tauchplätze zerstört und interessante Fische verscheucht werden.
Mit ein wenig Erfahrung, einer aufmerksamen Tauchweise und entsprechender Ausrüstung sollte dem Abenteuer unter Wasser jedoch nichts im Wege stehen.



Autor: Lukas Brausch
Quellen: Printmedien


Weiterführende Links zum Thema


» Die 10 goldenen Regeln für ein umweltgerechtes Tauchen


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