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P2P Suchmaschine YaCy als Alternative zu konventionellen Suchmaschinen

11.03.2007, 20:50:37 - [Gesellschaft] - Lukas Brausch
Lizenz: Artikelart: Freier Artikel

Google, Yahoo und Microsoft Live kennt fast jeder, der schon einmal im Internet auf der Suche nach bestimmten Informationen war.
Hinter diesen Namen verbergen sich große Konzerne, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die jeweils beste Möglichkeit bereit zu stellen, was die virtuelle Suche nach Informationen angeht.
Mittlerweile hat sich ein regelrechter Wettkampf um die Vormachtstellung im Geschäft mit den Informationen entfaltet; doch auch abseits der großen Firmen gibt es interessante Techniken, die sich anschicken dem Anwender bestmögliche Resultate bei der Suche nach Informationen zu gewährleisten.

Eines dieser Projekte ist die » freie » P2P („Peer-to-Peer“) Suchmaschine YaCy.
Wie der Name schon erahnen lässt, handelt es sich bei dieser Suchmaschine nicht um eine Software, die von einem zentralen Server aus agiert, sondern vielmehr um ein dezentrales Netzwerk von autonomen Computern („Peers“), die gemeinsam die Suchmaschine bilden.
Hierbei ist zum einen gewährleistet, dass keine Zensur von zentraler Stelle aus erfolgen und zum anderen auch beim Wegfall mehrerer Peers der Dienst immer noch erreichbar bleiben kann.
YaCy funktioniert so, dass sich ein jeder, der an dem Projekt teilhaben möchte eine plattformunabhängige, in Java geschriebene Software installiert und diese immer, wenn er im Internet surft, nebenher laufen lässt.
Stößt das Programm dann auf eine Seite, die noch nicht in den verteilten Index aufgenommen wurde, so beginnt es diese zu „crawlen“, d.h zu analysieren und die gewonnenen Daten wiederum dem Index zur Verfügung zu stellen.
Durch stetige Kommunikation innerhalb des Netzwerks bleibt YaCy immer aktuell und kann auch neu „entdeckte“ Seiten relativ schnell dem bisherigen Fundus hinzufügen.
Daraus resultiert, dass die Geschwindigkeit und die Effizienz des gesamten Netzwerkes im hohen Maße von den teilnehmenden Peers und deren Aktivität abhängt.
So kann es bei der heute erreichten Zahl der Mitglieder, die noch relativ gering ist, vorkommen, dass große Teile des Index´ nicht mehr abrufbar sind, wenn ein sehr aktiver Peer offline geht.
Das Projekt geht jedoch davon aus, dass einige Zehntausend Peers ausreichen dürften, um die qualitativen und quantitativen Maßstäbe zum Beispiel von Google zu erreichen und somit zu einer ernst zunehmenden Konkurrenz zu avancieren.
Damit der Ansatz eines zensurfreien Internets, den YaCy verfolgt, nicht zu einem Tummelplatz für zwielichtige Gestalten wird, ist es auch jedem Benutzer individuell freigestellt Selbstzensur zu üben, also zum Beispiel Inhalte mit kinderpornographischen oder extrempolitischen Inhalten von der Veröffentlichung auszuschließen.


Autor: Lukas Brausch
Quellen: YaCy Homepage


Weiterführende Links zum Thema


» Offizielle Projektseite
» Installationsanleitungen für verschiedene Betriebssysteme

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