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19.03.2007, 20:34:52 - [Medizin] - Lukas Brausch Lizenz: 
Ständig ist es im Einsatz, kämpft gegen gefährliche Angreifer und rettet uns aus den Klauen bösartiger Organismen, die uns nach dem Leben trachten.
Die Rede ist von dem Immunsystem, das von uns in den meisten Fällen erst bemerkt wird, wenn es denn einmal nicht so wie gewünscht funktioniert.
Dieser Artikel möchte einen groben Überblick geben, was unser Immunsystem ausmacht, wie es funktioniert und welche verschiedenen Komponenten in diesem komplexen System zusammenwirken.
Die „Waffen“ (also Zellen und Proteine, die im Blut und in der Lymphe vorkommen) des Immunsystem entstehen dort, wo man es sicherlich am wenigsten vermutet hätte, nämlich im Knochenmark der Rippen, Wirbel, der Hüfte und des Brustbeins.
Grob lässt sich unser Immunsystem hierbei in drei Bereiche gliedern:
1.)Mechanische Barrieren (passive Abwehr) durch Haut und Schleimhäute, die Viren und Bakterien als natürliche Mauer gegenüberstehen. Erst wenn diese natürliche Barriere zum Beispiel durch eine Schnittwunde überwunden wurde, werden weitere Schritte des Immunsystems eingeleitet.
2.)Ist es erst einmal zu einer Infektion gekommen, so greift zunächst die unspezifische Abwehr. Bei dieser werden die infizierten Zellen von den natürlichen Killerzellen zerstört. Die Viren, die nicht in eine Zelle eingedrungen sind und sich noch frei im Körper bewegen, werden von sogenannten Fresszellen vernichtet und von körpereigenen Enzymen abgebaut.
3.)Die durch die unspezifische Abwehr aktivierte Fresszelle setzt daraufhin die spezifische Abwehr in Gang.
Da insbesondere bei der spezifischen Immunreaktion viele zusammenhängende Faktoren miteinander in Verbindung treten, soll eben diese im Folgenden ein wenig näher erläutert werden:
Nachdem die » Phagocytose durch einen Virus erfolgt ist, nimmt die Fresszelle sogenannte Antigene (meist bestimmte Hüllproteine des Virus`) auf und transportiert sie zu den Helfer-T-Zellen.
Die durch die Aufnahme von Antigenen wiederum aktivierten Helfer-T-Zellen stimulieren daraufhin die B-Zellen und aktivieren Killer-T-Zellen, welche bereits durch Viren infizierte Zellen vernichten.
Die Plasmazellen, die durch die Differenzierung von B-Zellen entstanden sind bilden wiederum Proteine, welche Antigene binden können und dafür verantwortlich sind, dass bei einer erneuten Infektion durch den selben Virus die Reaktionszeiten des Immunssystems erheblich verkürzt werden, da einige dieser Plasmazellen zu Gedächtniszellen werden und sich ab diesem Zeitpunkt an den zugehörigen Virus „erinnern“ können.
Diese, durch die Plasmazellen gebildeten, Antigene werden als Antikörper bezeichnet und reagieren mit Viren zu Virus-Antikörper-Komplexen, die wiederum von den Fresszellen aufgenommen und unschädlich gemacht werden.
Alles in Allem sind auch heute noch nicht alle Aspekte der Immunreaktion hinreichend geklärt, handelt es sich doch um ein System von solch enormer Komplexität, dass viele Signalstoffe, die an diesem Vorgang beteiligt sind, erst noch ihrer Entdeckung harren.
Einig sind sich jedoch alle Wissenschaftler, wenn es darum geht diesem System der Immunreaktion eine enorme Nützlichkeit für Mensch und Tier zu diagnostizieren, ohne das wir sicher nicht bis zum heutigen Tag überlebt hätten.
Autor: Lukas Brausch
Quelle: Grüne Reihe Materialien SII
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