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Der Wasser-Nase-Reflex

28.03.2007, 15:07:10 - [Allgemeine Artikel] - Lukas Brausch
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Der Wasser-Nase-Reflex ist ein, besonders unter Tauchern, sehr bekanntest Phänomen, bei dem es zunächst ohne Maske zu Schwierigkeiten beim Ein – und Ausatmen kommt.
Obwohl dieser Reflex üblicherweise bereits bei der Ausbildung bekämpft und beherrscht werden sollte, kommt es immer mal wieder vor, dass selbst erfahrene Taucher beim Verlust der Maske unter Wasser in Panik geraten.
Dieser Artikel soll einen Überblick über diesen Reflex geben und Optionen aufzeigen, wie er sich erfolgreich abwehren lässt.

Eigentlich dient der Wasser-Nase-Reflex nur zu unserem Schutz, da er die Atmung bei Kontakt der Gesichtshaut mit Wasser sofort automatisch einstellt.
Hierbei spielt besonders die Umgebungstemperatur eine große Rolle, da die empfindlichen Rezeptoren bei Kälte stärker zu einer Reaktion gereizt werden.
Wäre dem nicht so, würden wir zum Beispiel bei einem unerwarteten Sturz in ein tiefes Gewässer sofort versuchen zu atmen, was dazu führen könnte, dass Wasser in die Lunge gelangt.
Beim Tauchen ist dieser Reflex jedoch eher hinderlich, da die Sinneszellen im Gesicht und auf der Schleimhaut, die für diesen Reflex verantwortlich zeichnen, die Atmung sofort komplett blockieren, wenn statt Luft, wie es beim Tragen einer Tauchermaske der Fall ist, Wasser an unsere Nase kommt.
Ist ein Atmen durch den » Lungenautomaten nicht mehr möglich kommt es in den meisten Fällen zu Angst, Panik und unkontrollierten Reaktionen.
Um das zu vermeiden ist es wichtig bereits bei der Ausbildung auf die Beherrschung dieses Reflexes wert zu legen, damit es später im Freigewässer zu keinen größeren Komplikationen kommt.
Mit ein wenig Übung ist es ohne weitere Probleme jedoch möglich diesen Reflex zu kontrollieren.
Die Grundregel lautet hier, wie bereits Douglas Adams an anderer Stelle treffend bemerkt hat: „Don´t Panic“. Erwartet man den Wasser-Nase-Reflex bereits, so können schon vor dem Tauchgang Vorbereitungen getroffen werden, wie diesem richtig begegnet werden kann.

Gutes Training gehört hier ebenso dazu, wie stetige Gewöhnung, die sich durch bestimmte Übungen nach einiger Zeit erreichen lässt.
So kann zum Beispiel vor dem Aufsetzen der Maske das Gesicht eine Zeit lang „nackt“ ins Wasser gelegt werden, um besonders bei kühler Wassertemperatur dem eigenen Körper Gelegenheit zu geben, sich an die neuen, eventuell ungewohnten Umwelteinflüsse anzupassen.
Im Wasser selbst kann dann die Maske kurzzeitig abgenommen werden, wobei die Oberfläche für den Probanden immer noch ohne großen Aufwand zu erreichen sein muss, um eine freundlichere Atmosphäre zu gewährleisten.
Erst wenn mehrere Atemzüge und das Wiederaufsetzen der Maske ohne Probleme vonstatten gegangen sind, kann die Übung in etwa 3 Meter Wassertiefe erneut wiederholt werden.

Wenn die obigen Übungen mehrmals, sowohl im Freigewässer, als auch in Pool oder Schwimmbad ohne Komplikationen wiederholt wurden, ist es möglich ohne Angst vor einem unvorhergesehen Verlust der schützenden Maske zu tauchen, da dies durch eine unachtsame » Tauchweise oder unachtsame Tauchpartner stets einmal geschehen kann.


Autor: Lukas Brausch
Quellen: /



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