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Der ELISA-Test und seine Bedeutung für die Wissenschaft

10.04.2007, 00:11:55 - [Medizin] - Lukas Brausch
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ELISA bezeichnet in der Biotechnologie keineswegs den Namen der schönen Geliebten eines Forschers, sondern steht für „Enzyme Linked Immunosorbent Assay“. Was auf Deutsch den etwas holbrig klingenden Namen „Enzym verbundene, immunangereicherte Probe“ tragen würde, hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten immunologischen Nachweisverfahren in der Medizin entwickelt und kann in vielen Bereichen vom Schwangerschaftstest bis hin zum AIDS-Nachweis Verwendung finden.

ELISA kann Proteine, Viren und Hormone in einer Probe nachweisen und in Form einer Reaktion, welche zum Beispiel eine sichtbare Färbung zur Folge hat, anzeigen.
Als gültige Probe kann hier zum Beispiel ein Serum aus Blut, Milch oder Sperma zum Einsatz kommen.
Der Test nutzt die Eigenschaft spezifischer Antikörper aus, die an die gesuchten Antigen binden. Hierzu wird entweder der Antikörper oder das Antigen zuvor mit einem Enzym so markiert, dass später eindeutig gezeigt werden kann ob eine Bindung eingegangen wurde oder nicht, da die durch das Enzym katalysierte Reaktion als Nachweis für das Vorhandensein des Antigens dient.

Der Test selbst wird im Labor durchgeführt, indem in jeweils alle Kammern eines Mikrotiterstreifens 50 µl einer Antigenlösung injeziert und dort 5 Minuten lang » inkurbiert werden.
Ein Mikrotiterstreifen bezeichnet hierbei einen Streifen aus Kunststoff, welcher 12 Kammern enthält, die als Behälter der Proben benutzt werden.
Nachdem der Mikrotiterstreifen 5 Minuten lang inkubiert wurde, wird er mit je 250 µl Waschpuffer ausgewaschen und erst danach mit den entsprechenden Proben befüllt.
Um zu testen, ob der jeweilige Versuch auch korrekt durchgeführt wurde ist es nun von besonders großem Interesse auch einige Kammern mit primärer Antikörper-Lösung bzw. Waschpuffer zu befüllen.
Zeigt die Antikörper-Lösung eine Reaktion, so wurde der Test erfolgreich durchgeführt und die Proben der anderen Kammern geben ein gültiges Ergebnis ab.
Je nach verwendeter Methode kann nun das zu untersuchende Serum hinzugegeben werden, wobei positive Proben eine Färbung aufweisen und negative Proben farblos bleiben.
Die Intensität der Farbe zeigt entsprechend an, wie viele der nachzuweisenden Antigene vorhanden sind.

ELISA ist eines der am häufigsten in der Medizin, Biologie, Biochemie und der Molekularbiologie angewendeten Systeme, wenn es darum geht selbst kleinere Mengen oder winzige Spuren eines gewissen Antigens nachzuweisen. Dank der oben beschriebenen Methoden ist es möglich viele Proben zugleich und innerhalb einer vertretbaren Zeit zu analysieren, was nicht nur dem Spender, sondern auch den Laboranten einiges an Zeit und Mühe ersparen kann.



Autor: Lukas Brausch
Quellen: /


Weiterführende Links zum Thema


» Darstellung eines ELISA-Tests (Flash)



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