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23.04.2007, 15:14:07 - [Medizin] - Lukas Brausch Lizenz: 
An » Malaria sterben pro Jahr nach Schätzungen von Experten bis zu 2,7 Millionen Menschen, wobei ca. die Hälfte der Patienten unter 5 Jahren alt sind.
Besonders in tropischen Gebieten ist die Verbreitung dieser Krankheit extrem hoch, da dort auch der Hauptüberträger, der Moskito Anopheles, heimisch ist.
Forscher der » Johns Hopkins University in den USA wollen nun einen Weg gefunden haben die hoch-infektiöse Krankheit durch Gentechnik zu bekämpfen.
Der Ansatz der Wissenschaftler ist es die bekannte Malariamücke gentechnisch derart zu verändern, dass sie nicht mehr in der Lage ist als Überträger der Krankheit zu dienen.
Dazu haben sie bereits im Jahre 2002 einen Stamm von Moskitos gezüchtet, der vollkommen resistent gegen jegliche Formen der Parasiten sein soll. Daraus resultiert, laut aussagen der Forscher, auch eine höhere Überlebenschance der Moskitos im Vergleich zu ihren genetisch nicht veränderten Vorfahren.
Würde man den derart veränderten Stamm Malaria-resistenter Mücken in die freie Wildbahn entlassen käme es, nach Aussagen der Forscher, zu einer Verdrängung der ursprünglichen Mückenart.
Ihrer Zwischenwirte beraubt hätten die Erreger der oft zum Tode führenden Krankheit keine Möglichkeit mehr sich weiter zu verbreiten, was auf lange Sicht zu einer starken Eindämmung bzw. Ausrottung der Erreger führen würde.
Doch ganz so einfach wie beschrieben gestaltet sich dieses Projekt wohl eher nicht, da bisher noch sehr viele Faktoren unbeachtet wurden, welche es erst zu ergründen und analysieren gilt.
So liegen zum Beispiel auch heute immer noch keine Langzeitstudien vor, welche die Auswirkungen von gentechnisch veränderten Pflanzen bzw. Tieren auf die Umwelt und das ökologische Gleichgewicht mit sich bringen.
Neben ethischen eröffnen sich demnach auch umweltspezifische Bedenken, die auch aus juristischer Sicht nicht unbeachtet bleiben dürfen.
Bereits im letzten Monat wurde gemeldet, dass nun Moskitos mit dem sogenannten SM1-Peptid geschaffen wurden, welches die Weiterentwicklung des Parasiten im Körper der Moskito verhindert und zusätzlich auch in keinster Weise Abwehrreaktionen im » Immunsystem auslöst.
Indem zum Nachweis zusätzlich noch das grün fluoreszierende Protein » GFP eingepflanzt wurde, konnte relativ leicht anhand der nun grün leuchtenden Augen der modifzierten Moskitos festgestellt werden welche dem veränderten Stamm angehören.
Bei ersten Experimenten mit dem infizierten Blut von Mäusen gelang es den Moskitos, welche das SM1-Peptid trugen, einen Anteil von mehr als 70 % an der gesammten zur Verfügung stehenden Population zu erlangen.
Gänzlich geklärt ist allerdings noch nicht ob die verschiedenen Organismen von Maus und Mensch in dieser Hinsicht gleich reagieren oder ob es Abweichungen gibt.
Doch selbst nach Klärung der Verhaltensweisen dieser gar nicht so unterschiedlichen Organismen dürfte ein groß angelegter Feldversuch in Gebieten mit einer hohen Malaria-Rate noch lange nicht in den Bereich des möglich rücken.
Eine erfolgreiche Anwendung dieser oben beschriebenen Idee könnte zwar zu einer starken Eindämmung der Verbreitung der Krankheit führen, würde aber noch wie vor keine Möglichkeit zur effizienten Bekämpfung des Erregers selbst bieten.
In dieser Hinsicht wird noch einiges an Forschung nötig sein um eine der vielen Geißeln tropischer Regionen entfernt zu wissen.
Autor: Lukas Brausch
Quellen: Printmedien
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