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27.04.2007, 14:17:04 - [Umwelt] - Lukas Brausch Lizenz: 
Bereits seit einigen Jahren wird in den USA ein enormer Rückgang der Bienen-Population gemessen und lässt Umweltschützer Alarm schlagen.
Nun sollen laut aktuellen Studien auch Europa, insbesondere Großbritannien und Deutschland, von dem mysteriösen Bienensterben betroffen sein.
Doch noch immer ist kein genauer Schuldiger ausgemacht, welcher für das massenhafte Sterben der für Mensch, Tier und Pflanze gleichermaßen nützliche Tiere verantwortlich zeichnet.
Eine erste Häufung der Berichte, die direkt oder indirekt mit dem Sterben der Bienen zu tun hatten ließ sich im Jahre 2003 feststellen, was jedoch keine allzu große Beachtung in den nationalen und internationalen Medien fand.
Doch heute ist das Bienensterben ein weit verbreitetes und beliebtes Thema geworden, das weit über die übliche „Panikmache“ hinauszugehen scheint.
Fieberhaft begibt man sich heute international auf die Suche nach einem Schuldigen für das Verschwinden der Bienen, das allein die deutsche Population bereits von ca. 4 Millionen auf 800.00 Bienenstöcke vermindert hat.
Gentechnik, diverse chemische Substanzen, Handystrahlung und die neue Verbreitung findende Milbe Varroa destructor werden jedoch hoch als Schuldige gehandelt.
Bei jeder dieser scheinbaren Ursachen können jedoch aus wissenschaftlicher Sicht stichhaltige Fakten vorgelegt werden.
Die allgemein vorherrschende Hintergrundstrahlung in Form von Handystrahlung, DECT-Stationen oder WLAN-Routern soll zum Beispiel für eine Beeinträchtigung des Navigationssystems der Bienen verantwortlich zeichnen, wodurch diese erhebliche Schwierigkeiten beim erneuten Auffinden des eigenen Stocks haben und oft verschollen bleiben.
Doch auch Pestizide könnten durch Vergiftung der von den Bienen bestäubten Pflanzen mitverantwortlich an der Misere sein, da der Nektar, welchen die Bienen zu sich nehmen oftmals derart vergiftet sein kann, dass er tödliche Konsequenzen hat.
Zusätzlich wird auch gentechnisch veränderten Pflanzen, insbesondere solchen, die das durch den » Bacillus thuringiensis produzierte Toxin » Bt-Toxin, eine Mitwirkung zugeschrieben.
Dieses oft als Lavengift eingesetzte Bt-Toxin soll nicht nur die Larven direkt, sondern auch ausgewachsenen Bienen Schäden zufügen.
Als wären das noch nicht genug Feinde bekommt es die westliche Honigbiene nun auch noch mit einer Milbe zu tun, die bis vor einigen Jahrzehnte eigentlich nur im asiatischen Raum verbreitet war. Durch Anpassung ist es in Asien der Evolution jedoch gelungen, dass Wirt und Milbe nebeneinander existieren können, so dass kein Bestand beider Lebewesen bedroht ist. Doch hierzulande findet sich für die Milbe ein optimaler Wirt, welcher jedoch noch keine Strategien zur wirksamen Zusammenarbeit entwickelt hat und somit nach einiger Zeit daran zugrunde geht.
Obgleich noch für keine dieser Ursachen stichhaltige Beweise vorliegen, ist es klar, dass die westliche Honigbiene mehr und mehr in Bedrängnis gerät und mit ihr auch der gesamte davon abhängige Wirtschaftszweig der Imkerei.
Autor: Lukas Brausch
Quellen: Printmedien, Bienensterben.info
Weiterführende Links zum Thema
» Bienensterben Seite
» Telepolis Artikel zum Thema
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