|
|
11.05.2007, 12:51:43 - [Computer und Technik] - Lukas Brausch Lizenz: 
Nun, da wir uns bereits mit den fundamentalen Zusammenhängen der Java-Plattform vertraut gemacht haben, werden uns in diesem Teil dieses mehrteiligen Workshops erstmals konkret der Syntax von Java widmen.
Neulinge in der Welt der Programmierung sollten sich von den zunächst recht kryptisch anmutenden Zeilen jedoch nicht abschrecken lassen, da jede Programmiersprachen wie eine normale Sprache behandelt und erlernt werden kann.
Wie es sich in der Informatik als gute Sitte eingebürgert hat, wollen wir unseren kleinen Exkurs in die Welt der objektorientierten Programmiersprachen mit der Ausgabe der Worte „Hallo Welt!“ beginnen. Das kann bei Java mit dem folgenden Quellcode erreicht werden:
public class HalloWelt {
public static void main(String<> args) {
System.out.println("Hallo Welt!");
}
}
Wenn dieser in eine Entwicklungsumgebungen eingegeben, » kompiliert und danach erfolgreich ausgeführt wird haben Sie nun Ihr erstes Java-Programm geschrieben. Doch wie funktioniert eigentlich dessen Syntax genau?
Java ist » objektorientiert, was bedeutet, dass fast alle Anweisungen, die wir schreiben als Objekt behandelt werden.
„public class HalloWelt {„ definiert zum Beispiel eine sogenannte Klasse (class) namens „HalloWelt“, welche die Zugriffsbeschränkung „public“ (öffentlich) erhält. Das bedeutet, dass alle Teile des zukünftigen Programms uneingeschränkt Zugriff auf diese Klasse erhalten.
Eine Klasse ist hierbei als eine Sammlung von Objekten anzusehen, die alle miteinander verwandt sind und diese über gemeinsame Eigenschaften definiert. Ein Beispiel aus der uns umgebenden Welt könnte zum Beispiel die Klasse „Bücher“ sein. Die Klassen „Kriminalroman“, „Fantasy-Roman“ oder „Bilderbuch“ könnten alle von der Klasse „Bücher“ abgeleitet werden.
Grob verfügen diese Typen nämlich über die selben Eigenschaften, unterscheiden sich jedoch in Einzelheiten signifikant.
Danach wird mit „public static void main(String<> args) {„ die Hauptfunktion des Programms initialisiert, in welche alle Befehle und Befehlsabfolgen geschrieben werden. Auch diese ist „public“, da auf sie von allen danach erstellen Funktionen zugegriffen werden muss und zusätzlich auch noch statisch („static“).
Letzteres bedeutet, dass die Funktion auch aufrufbar ist, wenn keine
Objektinstanz existiert. Was das genau bedeutet werden wir noch im Laufe dieses kleinen Tutorials lernen, soll jedoch zunächst nicht noch zusätzlich zur Verwirrung beitragen.
„String<> args“ bezeichnet den einzigen Parameter der Funktion „main“, welcher ein sogenanntes Array darstellt.
„System.out.println(„“);“ ist der Java Befehl um den Text, der zwischen den Anführungszeichen der Klammer steht in einer Konsole auszugeben.
„System.out.println(„Science-2Day.de ist toll!“);“ würde zum Beispiel den Text „Science-2Day.de ist toll!“ statt „Hallo Welt!“ ausgeben.
Wichtig zu wissen ist, dass das oben aufgezeigte Grundgerüst (von der Anweisung zum Ausgeben eines Textes abgesehen) bei jedem Java-Programm den gleichen Aufbau besitzt. Auch ohne zu wissen, wie die einzelnen Komponenten dieses Gerüstes funktionieren lässt sich demnach in Java programmieren. Um dem zu entgehen, wird die Bedeutung der unbekannten Programmteile jedoch in den folgenden Teilen dieses Workshops nach und nach entschlüsselt.
Autor: Lukas Brausch
Quellen: /
Weiterführende Links zum Thema
» Programmieren mit Java - Teil 1
Spenden-Anzeige

» nach
oben |