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Die Mendelschen Regeln

14.05.2007, 14:42:15 - [Medizin] - Lukas Brausch
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Die klassische Genetik findet ihren Ursprung in den, von dem Mönch Johann Gregor Mendel aufgestellten, Regeln zur Vererbung bestimmter Merkmale bei Tieren und Pflanzen.
Noch heute bilden seine Postulate die Grundlage für die Lehre von der Genetik und wurden im Laufe der Zeit lediglich durch neue Entdeckungen und Experimente erweitert und ergänzt.

Mendel hatte für seine Experimente sehr oft Erbsenpflanzen verwendet und deren Samen durch Kreuzungsversuche auf Farbunterschiede untersucht.
Dazu verwendete er lediglich » homzygote Pflanzen, bei denen die beiden, in einem Chromosomensatz vorkommenden, Gene für ein bestimmtes Merkmal gleich sind.
Die Eltern – bzw. Parentalgeneration der verwendeten Pflanzen, von denen eine grüne und eine gelbe Samen trug, kreuzte er miteinander und stellte anhand der beobachteten Ergebnisse die folgenden drei Regeln auf:

1.)Kreuzt man zwei homozygote Individuen einer Art, die sich in einem Merkmal unterscheiden, so sind ihre Nachkommen in der ersten Generation im Bezug auf dieses Merkmal gleich. Dabei ist es egal, ob das » Allel von Mutter oder Vater stammt.
2.)Kreuzt man die Individuen der ersten Generation untereinander, so ist die darauf folgende Generation im Bezug auf ihre Merkmale nicht gleich.
3.)Kreuzt man mehrere homozygote Individuen der selben Art miteinander, so sind ihre Nachkommen der ersten Generation zunächst gleich. Die Nachkommen der zweiten Generation jedoch lassen neben Merkmalskombinationen der Parentalgeneration auch neue Zusammenstellungen erkennen.

Die erste Regel, auch Uniformitätsregel genannt, wurde von Mendel aufgestellt, nachdem er bemerkte, dass die auf die Parentalgeneration folgende Generation stets entweder nur grüne oder nur gelbe Samen entwickelten. Das Merkmal, welches in dieser Generation voll zur Geltung kommt wird dominant und das, welches Ausprägungen erst in der zweiten Generation zeigt, rezessiv genannt.

Kreuzt man die nun so entstandenen Pflanzen nun erneut untereinander, so kommt es nach der zweiten Mendelschen Regel (auch Spaltungsregel genannt) zu einer Aufspaltung der Merkmale.
Diese kommt stets in einem bestimmten Zahlenverhältnis vor. Bei einem dominant-rezessiven Erbgang im Verhältnis 3:1 im » Phänotyp (also der äußeren Erscheinungsform der Pflanze) und 1:2:1 im » Genotyp (also der Summe aller vorhandenen Gene eines Organismus) der Pflanze.

Die dritte und letzte Mendelsche Regel wird auch Rekombinationsregel genannt und findet lediglich bei Individuen der selben Art, die sich in mehreren Merkmalen unterscheiden Anwendung.
Sind sie für dieses Merkmal homozygot, so ist die erste Generation dieser Kreuzung stets in der Ausprägung des Merkmals gleich.
Die darauf folgende, zweite Generation jedoch treten jedoch auch neue Kombinationen der verschiedenen Merkmale auf und spalten die äußere Form der Pflanze im Verhältnis 9:3:3:1.
Betrachtet man zum Beispiel nicht nur die Farbe, sondern auch die äußere Form der Erbsen, so könnte auffallen, dass die Erbens im Verhältnis 9 (gelb und rund), 3 (gelb und runzlig), 3 (grün und rund) 1 (grün und runzlig) aufgefächert sind.

Diese Methodik der Rekombination verschiedener Merkmale eines Organismus wurde zwar schon vor Mendel, besonders von Landwirten und Viehzüchtern angewandt, fand in den postulierten Regeln jedoch erstmals auch eine theoretische Grundlage, welche bis heute nach wie vor, nicht nur in der Tierzucht, sondern auch der modernen Genetik Verwendung findet.


Autor: Lukas Brausch
Quelle: Grüne Reihe Materialien SII, Wikipedia



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