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24.05.2007, 13:57:15 - [Umwelt] - Lukas Brausch Lizenz: 
Nachdem bereits vor fünf Jahren im zerstörten Atomreaktor von Tschernobyl schwarze, melaninreiche Pilze gefunden wurden, haben sich einige Forscher dieses Phänonems angenommen und hierbei festgestellt, dass bestimmte Organismen Radioaktivität als Nahrung nutzen können. Dazu wandeln zum Beispiel die entdeckten Pilze die Strahlung mithilfe des auch in der menschlichen Haut, den Haaren oder den Augen vorkommenden Pigments » Melanin in Energie um und nutzen diese für ihr Wachstum.
Da diese Organismen somit unabhängig von organischen Stoffen wachsen können und gleichzeitig auch noch Radioaktivität aus der Umgebung absorbieren, sind vielfältige Einsatzgebiete, vor allem in der Raumfahrt und bei der Beseitigung radioaktiven Mülls auf der Erde denkbar.
In ihrer Studie verglichen die Wissenschaftler das Wachstum verschiedener Pilzarten, die entweder der natürlich vorkommenden radioaktiven Hintergrundstrahlung oder einer bis um das 500fache erhöhten Strahlendosis ausgesetzt wurden. Pilzarten, die Melanin enthielten, zeigten unter dem Einfluss der erhöhten Strahlung ein deutlich stärkeres und schnelleres Wachstum.
Da nun die Funktion des Melanins bei Pilzen etwas näher beleuchtet werden kann, könnte bald auch dessen Bedeutung für den Menschen ersichtlicher werden.
Zumindest scheint die Funktion dieser Pigmente weit über die bloße Färbung bestimmter Körperstellen hinauszugehen und sich auch in der Lieferung von Energie für den Körper nicht zu erschöpfen.
Autor: Lukas Brausch
Quelle: Plos One
Weiterführende Links zum Thema
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