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Erinnerungen in Nervenchips speicherbar

04.06.2007, 12:48:58 - [Medizin] - Lukas Brausch
Lizenz: Artikelart: Aktuelle Kurznews

Experimente israelischer Physiker haben gezeigt, dass es möglich ist einfache Erinnerungen in Form eines "primitiven" Verhaltensmuster bezugnehmend auf einen bestimmten Reiz, zu speichern. Als Speichermedium diente den Forscher ein sogenannter Nervenchip, der auf einer Zellkultur Platz fand.

Dieses neu entdeckte Phänomen setzten die Wissenschaftler mit dem uns allen angeborenen Wissen des Lernens in Verbindung.
In ihrem Experiment wurden Gehirnzellen von Ratten auf eine Polymeroberfläche injeziert, in die zahlreiche Elektroden eingelassen waren. In diesem künstlich erzeugten Netzwerk kam es laut Aussagen der Forscher schon sehr bald zu Verknüpfungen, in denen es in temporären Intervallen im Sekundeabstand zu einem spontanen Aktivitätsausbruch kam.
Hiernach träufelten die Forscher ein die Nervenaktivität förderndes » Toxin an eine Stelle der Kultur, die in einigem Abstand von dem ersten Ausgangspunkt lag. Tatsächlich lief nach jedem Tropfen von dieser Stelle aus ein neues Aktivitätsmuster durch die Kultur, was nach einigen Hundert Wiederholungen auch spontan auftrat.
Alle untersuchten Muster hatten über 40 Stunden nebeneinander Bestand und konnten die Reize somit auf Dauer in Erinnerung behalten.

Autor: Lukas Brausch
Quelle: Welt der Physik



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